Lämmer erblicken das Licht der Welt!

 

 

 

 

 












11186382 10200453518615972 1631346905 nNachdem im Jahr 2014 die Schafherde von ewigkite.de das Licht der Welt erblickt hatte, haben die Schafe nun Nachwuchs bekommen. Die Schafe waren recht fruchtbar. Auf den Wiesen der ewigkite laufen zur Zeit knapp 1500 Lämmer durchs Gras!

Damit die Schafe auch weiterhin Nachkommen bekommen können und mit ihrem Einkommen auskommen können – und nicht umkommen müssen – werden auch die Lämmer in treue Hände abgegeben. PatenSCHAFten gibt es auch für Lämmer, denn aus jeden Lamm wird ja mal ein Schaf, oder? 

 

Das Licht der Welt erblickten die Lämmer übrigens auf internationaler Bühne. Bei Treffen von EBM International
am 7.Mai 2015, bei dem VertreterInnen aus 29 (!) Ländern rund um den Globus anwesend waren, gaben die Lämmer ihre ersten Laute von sich, die den Mähgeräuschen ihrer Eltern sowohl in der Dezibelzahl als auch im Gesamtausdruck schon sehr nahe kamen.



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Die Schafe selbst haben auch chinesischen Migrationshintergrund. Nach dem sie den Zoll passiert haben und die Frage geklärt war, ob sie nicht vielleicht doch aus Plagiatland kommen, haben sie deutsche Einfuhrzoll-Papier erhalten. Anbei ein Bild vom 7.5.2015. Ein bewegendes Video vom ersten Mähen ist hier zu sehen! Video.

 Die Idee, die Schafherde mit einem guten zweck zu verbinden, lieferte im vergangenen Jahr Jens Baxmeier von kite&friends. Dass die Schafe dermaßen gefragt sein würden, hatten die ewigkiter nicht vermutet. Die Idee für die Lämmer hatte Jo Gnep, Leiter des Dienstbereich Mission im BEFG. Danke an Beide für ihr Mitdenken!

Durch die PatenSCHAFten konnte ewigkite.de bisher etwa 1000 € an Spenden an ein Kinder- und Jugendprojekt der German Baptist Aid in Serbien weiterleiten.

Kinder und Jugendliche werden mit Unterricht und Essen versorgt, die Eltern erhalten Fortbildungen. Danke an alle Paten!

Und viel Freude allen Lämmer-Paten der Zukunft!



Und hier noch für die VielleserInnen ein wenig Wissenswertes und biblische Aussagen zum Thema Schaf (auch mit Dank an Prof.M.Rohde von der Theologischen Fachhochschule des BEFG für seine Beiträge): 

11185787 10200453518135960 1189372571 n 2Ich bin doch nicht doof!
Gut zu wissen: Infos über Schafe!
Schafe sind Säugetiere, gehören zu den Paarhufern und  ernähren sich vegetarisch. 
Sie werden zwischen 10 und 15 Jahre alt, sind fast lebenslänglich fortpflanzungsfähig und kommen meistens als Zwillinge zur Welt (selten wird nur ein Lamm geboren). 
Schafe gibt es als „Light“-Versionen und als Schwergewichte: 
Die zu den Wildschafen gehörenden kleinen Mufflons wiegen mit ihren ca. 30 kg nur ein Siebtel ihrer großen Artgenossen aus den Hochgebirgen (bis zu 200 kg).

Spätestens seit dem Neolithikum (8500-4500 v. Chr.) wurden Schafe in mehreren Gebieten der Erde  (Asien, Südeuropa, Nordarfrika) gezüchtet.

Zusammen mit Ziegen und Hunden gehören Schafe zu den ältesten bekannten Haustieren.
Schafe und Ziegen wurden häufig gemeinsam gehalten. Schafe liefern Wolle, Fell und Fleisch, Milch und Dung.
Pro Jahr gibt ein Schaf bis zu 2kg Wolle.

 

McSchaf , Schaf-Milchshake oder „Wolle to go“?

In der Geschichte der Viehzucht hatte der Zweck der Haltung einer Herde immer Einfluss auf ihre Zusammensetzung und den Zeitpunkt der Schlachtung: 

Stand der Fleischverzehr im Vordergrund, wurden viele, insbesondere männliche Jungtiere geschlachtet.
Eine Herde, die  vor allem Wolle einbringen sollte, bestand vor allem als älteren Tieren.
Wenn die Herde auf Milchwirtschaft ausgerichtet wurde, waren vor allem ausgewachsene Mutterschafe erforderlich.

 
Schafe international!

In Griechenland gab es seit dem 7. Jt. v. Chr. Viehwirtschaft neben dem Ackerbau.  Für die Zeit von 1400 – 1200 v.Chr. gibt es Textbelege von großen Schafherden, die Eigentum der Paläste waren. Homer, der erste „Dichter“ des Abendlandes (nicht (!) Homer Simpson) meinte, dass der Reichtum des Adels vornehmlich auf dem Besitz von Viehherden beruht.

Viehhirten verrichteten eine schwierige Arbeit mit wenig Ansehen. Oft wurden Sklaven als Viehhirten eingesetzt. In der griechischen Antike war das Schaf das häufigste Opfertier, da es für Einzelne und Gruppen erschwinglicher war als das für öffentliche Opfergaben bevorzugte Rind.

In Ägypten sind Schafe seit Beginn des 4. Jahrtausends als Haustiere bekannt. Für das normale Wirtschaftsleben spielten sie in Ägypten aber eine geringere Rolle.  Man weiß bis heute nicht warum, aber in Ägypten wurde zwar die Haut für Leder, aber die Wolle nicht für Kleidung benutzt (stattdessen Leinen).

Für das Zweistromland(Mesopotamien, zwischen Euphrat und Tigris) ist bereits  zwischen dem 19. Und 16. Jahrhundert v. Chr. eine Schafhaltung im großen Stil bezeugt, da über den Tierbestand sorgfältig Buch geführt wurde.  In einem Briefwechsel wird von mehr als 1000 Arbeitskräften gesprochen, die zur Schur der Schafe gebraucht wurden. Auf jeden Fall war das Wollgeschäft eine wesentliche Stütze königlicher Macht. Weber fertigten Gewänder für den Eigenbedarf und den Export an. Für Wolle konnten man sogar Darlehen bekommen.

Der Irak gilt als wichtigster Fundort früher Schafzucht (9. Jahrtausend). Vorteilhaft gegenüber der Rinderhaltung ist, dass Schafe wie Ziegen auch in unwirtlichen Gebieten gut leben können. Ergebnis gezielter Züchtungen ist das im Nahen Osten weit verbreitete sog. Syrische Fettschwanzschaf. Der 4-10 Kilogramm schwere Schwanz konzentriert die Reserven des Schafes an einer Stelle, ähnlich wie der Höcker beim Kamel. Der Fettschwanz (אַלְיָה ’aljāh) ist eine reichhaltige und daher begehrte Nahrung für den Menschen gewesen.

Foto 2Schafe in der Bibel
– im sog. „Alten Testament“

Im Hebräischen, der Sprache des sog. „Alten Testaments“, sind verschiedene Begriffe für Schaf zu finden:
 
אַיִל ’ajil „Widder“ 
                           
רָחֵל rāchel „Mutterschaf“  
                                                             
כִּבְשָׂה kivśāh „junges Schaf“.

11185656 10200453518175961 1979192027 n 2Wenn in der Bibel von Kleinvieh im allgemeinen Sinne die Rede ist,
übersetzte Martin Luther häufig schlicht „Schaf“.  
Schafhaltung gehörte ganz selbstverständlich in die biblische Zeit und in eine Gesellschaft, die keine festen Wohnsitze und Städte hatte, sondern umherzog („Nomadenkultur“).

Dichterisch werden die Zähne einer Geliebten in der Bibel mit Schafen verglichen, die vor der Schur aus der Schwemme kommen:
Deine Zähne sind wie eine Herde geschorener Schafe, die aus der Schwemme kommen; alle haben sie Zwillinge, und keines unter ihnen ist unfruchtbar.“ ( Die Bibel, Hohelied 4,2).

Für Gottes Reich, für die Zeit des Heils aller Völker, wird ein Bild verwendet, in dem Lämmer vorkommen: „Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben.“  Die Bibel, Jesaja 11,4 ff.
Der Prophet Jesaja benutzt das Bild vom Schaf für Menschen, die nur an sich selbst denken und das Bild eines Schafes, das zur Schlachtbank geführt wird, für einen unschuldig hingerichteten Gerechten:

„Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.“  Die Bibel,  Jesaja 53, 6+7 .

 

„Schaf-Psalm“ 

Der bekannteste Psalm der  Bibel, auch wenn das Wort Schaf darin nicht (!) vorkommt, ist der 23.Psalm:

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue 
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. 
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.


Schafe in der Bibel
– im sog. „Neuen Testament“

Das im Neuen Testament häufig vorkommende griechische Wort
πρ
όβατον probaton bezeichnet ganz allgemein vierbeinige Tiere.
Später wurde dieser Begriff auf Haustiere und dann besonders auf die Bedeutung „Schaf“ eingegrenzt.


Schaf und Hirte 
- Jesus in Doppelfunktion!

Jesus, das Schaf!

Im Neuen Testament wird das Lamm (μνός amnos) häufig als Symbol für Jesus Christus verwendet. Der Tod Jesu wird, auf dem Hintergrund des alttestamentlichen Opferverständnisses, als befreiendes  Geschehen gedeutet.

„Denn auch wir haben ein Passalamm, das ist Christus, der geopfert ist.“Die Bibel, 1.Korinther 5,7

 Johannes der Täufer bezeichnet Jesus als „Lamm Gottes“ :

„Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“
Die Bibel, Johannes 1,29

Unterschiedliche Aspekte werden bei der Bezeichnung
Jesu als Lamm hervorgehoben:
a) Die Geduld, mit der er sein Leiden ertragen hat (Apg 8,32),
b) die Sündlosigkeit und Vollkommenheit des Opfers (1Petr 1,19) - da Wolle besonders von neugeborenen Lämmern weiß ist, sind sie ein Bild der Unschuld,
c) das Lamm symbolisiert die sühnende Kraft des Todes Jesu, der die Sünden der Welt trägt (Joh 1,29.36).

Jesus, der Hirte!

Jesus über sich selbst:

Ich bin der gute Hirte. 
Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. 
Der Angestelle oder Sklave aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –, denn er ist ein Angestellter oder Sklave und kümmert sich nicht um die Schafe. 
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. 
Und ich lasse mein Leben für die Schafe.
Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; 
auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.“
Die Bibel, Johannes 10,11ff.


Das Gleichnis vom verlorenen Schaf erzählt Jesus, um zu verdeutlichen, wie sehr Gott sich freut, wenn Menschen um-denken*

Jesus aber sagte zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet? Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.“
Die Bibel, Lukas 15,1-7

(* Martin Luther hat das griechische Wort meta-noia mit „Buße“ übersetzt. Meta = anders/um,   noios = Verstand/ Denken; „Buße“ bedeutet also „umdenken“ oder “anders denken“).