"Pastor persönlich", 
das sind Erlebnisse und Gedanken von Carsten Hokema und Erik Neumann.

 

 

 

 



Mal geht es um ganz Banales, mal um Tiefsinniges. Wer sich darüber freut
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8. Januar

Manchmal flupscht es nur so. Gestern saß ich mit einem Kollegen (der einmal mein Kollege in HH-Altona war) zusammen, um an einem Projekt weiter zu denken, das wir auf den Weg bringen wollen. 

Erstens war es nett, ihn wieder zu sehen und erst mal ein paar Minuten „wesentlich“ zu sprechen. Schön, eine alte Vertrautheit nach so vielen Jahren zu spüren. Und dann haben wir uns an die Arbeit gemacht. Ich zumindest habe es so empfunden wie vor 10 Jahren. Wir haben uns gut ergänzt. Er hat meine wuseligen Ideen systematisiert und etwas „runtergeholt“ und ich habe seine Ideen etwas aufgewühlt. Ich freue mich auf das Ergebnis. Eigentlich brauchen wir jetzt nur noch das Geld. Ein paar zehntausend Euro. Mal sehen, wo die sind.

350 Kilometer am Morgen und Nachmittag und dann nochmal 150 am Abend wegen eines Gespräches. Der Tacho auf meinem „neuen“ Dienstwagen zeigt schon ein paar Kilometer an. Dummerweise waren die Wischdüsen eingefroren. Echt ärgerlich. Vielleicht auch mit meine Schuld, weil noch ein Wasserrest im Behälter war bevor ich das Konzentrat drauf gepackt habe?

Heute dann wieder Schreibtisch. Eigentlich habe ich mir das Ziel gesetzt, die Radioandachten, die übernächste Woche dran sind, heute fertig zu kriegen. Schaun wir mal, wie es heute Abend um 18 Uhr aussieht. Na ja, und dann noch 250 private Kilometer zu einer Geburtstagsfeier in der Nähe von Hamburg. Darauf freuen wir uns.

Und morgen dann frei. Sonntag gibt’s ne Predigt. Cloppenburg.

Inhaltlich geht mir gerade ein Buch, welches ich gelesen habe, nicht aus dem Kopf. „Die Erwählten“. Zwei jüdische Jungs in den USA der 40iger. Ein Chasside und ein Liberaler. Sie freunden sich an und lernen die komplett andere Welt der Andersgläubigen kennen. Ein langsames Buch. Ein nachdenkliches Buch. Ein ruhiges Buch. Und jede Menge Infos über unterschiedliche Strömungen im Judentum.

Und dann auch noch Passagen zum Holocaust, da die beiden Jungs das Kriegsende und die Entdeckung der KZs am Radio verfolgen. Das geht tief. Nach dem „Terrorbuch“ in den Weihnachtstagen war dieses Buch Labsal für die Seele. Mal sehen, was als nächstes dran ist.

Arbeiten. Weiter geht’s.