"Pastor persönlich", 
das sind Erlebnisse und Gedanken von Carsten Hokema und Erik Neumann.

 

 

 

 



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4. Januar

Silvesterabend krank. Fieber. Nur mal zwischendrin aufgestanden, um wenigstens unseren Freunden aus Lüneburg ein wenig Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Panik beim Einschlafen „Werde ich morgen fit sein?“. War ich dann. Der 1.1.2010 war ein wunderschöner Tag. Frühstück und Spaziergang mit den Freunden und dann die Hochzeit von Mareike und Jörg in Veenhusen. Herrlich. Ich fand den Gottesdienst ganz prima, habe mich auch gefreut, mal wieder mit Martje „zusammen zu arbeiten“. Ein richtig schöner runder Traugottesdienst.
Etwas unsicher war ich mir, ob die gemeindlich-ermahnenden Worte, die aus dem Trautext einfach nicht zu entfernen waren, so am Anfang eines Jahres gegenüber einer Gemeinde, die sich eigentlich zu einer Trauung versammelt hatte, angebracht waren. Ich hatte die Predigt 1 x ohne diese Passagen ausgedruckt und versucht sie so zu halten, ich kammir aber erstens unehrlich vor und zweitens so, als ob ich den Text verbiege. Nun denn. Ich habe mich dafür entschieden auch ermahnende Worte an die versammelte Christenschar zu richten. Wie die das fand, weiß ich nicht. Abgesehen von einigen wohlwollenden Predigtkommentaren habe ich keine Resonanz erhalten. Die kritische oder gar negative Resonanz erhält man sowieso nie, oder?
Perfekt war dann die Feier! Eine super Kombination aus leckerem Essen, ausreichend Zeit dafür, netten kurzen Beiträgen, ausreichend Zeit zum Klönen und auch zum Tanzen. Stine und ich haben mindestens 10 gemeinsame Tänze aufs Parkett gelegt. Das hat riesigen Spaß gemacht. Um halb 2 war dann der letzte Foxtrott dran. Wenn man dann noch an einem Tisch platziert ist, an dem lauter nette und zugleich auch heitere bis oberwitzige Leute sitzen, dann ist die Hochzeitsfeier perfekt! Das war sie für uns.

Am Samstagmorgen erlebten wir dann – nur für ein paar Insider, die sofort wissen, was Sache ist – die wundersame Kaffeezubereitung in einem ostfriesischen Haushalt. Der Hausherr selbst hatte sich ans Werk gemacht! Ich meine, das war schon eine Höchstleistung: 3 oder 4 Anläufe, um die Kaffeemaschine dazu zu bringen, endlich das schwarze Gold auszuspucken. Lustig war’s! Und eine wunderbar entspannte Stunde bei sooooo netten Leuten (Namen sind der Redaktion bekannt J).

Tja, und jetzt ist wieder Alltag. Montagmorgen. Der Schreibtisch ruft. Nachdem zunächst ein wenig Gefluche über Stine’s Zeugnisprogramm den Tag eingeläutet hatte. Alle Halbjahre wieder dasselbe Problem: Diese bekloppte bedienerunfreundliche Software trifft auf zwei Leute (Stine und mich), die mindestens ebenso bekloppt sind. Diese Kombination ist einfach nicht gut. Danach ein kurzer Spaziergang zum Abkühlen (im wahrsten Sinn des Wortes). Jetzt also wird es ernst: der Schreibtisch ruft. Kleinkram und Inhaltliches. Alles Dinge, die ich dann vor Weihnachten doch nicht geschafft habe. Wird schon. Schaun wir mal. Am Donnerstag dann das erste mal wieder auf Tour. Nur kurz. Müsste ich eigentlich nicht haben, ist aber so. Nun denn. Das Kaminholz für heute (Spät-)Abend werde ich auch noch besorgen.