Drachenfest Lemwerder 2012
Das heißeste Drachenfest des Jahres
Lemwerder 2012 wird wohl als das heißeste Drachenfest der Saison 2012 in die Geschichte eingehen. Bei sengenden Temperaturen und wenig Wind
trafen sich Drachenbegeisterte zum 21.Mal auf dem Gelände Ritzenbütteler Sand direkt an der Weser. Die Organisatoren hatten wieder einmal Alles gegeben, um für ein vielfältiges Drachenfest zu sorgen. Die Besucheranstürme hielten sich jedoch aufgrund des extrem sommerlichen Wetters in Grenzen. Am Freitag waren bereits gegen Mittag viele Drachenflieger entlang des Flugfeldes mit ihren Wohnmobilen und Wohnwagen platziert. Pünktlich um 17 Uhr eröffnete der Bürgermeister von Lemwerder wieder das Drachenfest. Kleine und auch etwas größere Leichtwinddrachen waren am Himmel zu sehen. Wenigstens ein leichter Besucherandrang herrschte dann ab 21 Uhr.
Les Krilati traten open air auf dem Gelände des Drachenfestes auf. Hier ein Auszug aus der Ankündigung: „Les Krilati ist zwar noch eine recht junge Gruppe, doch ‚Racines‘ – Wurzeln – ist schon ihre dritte Produktion. Die Geschichte hat ihren Ursprung in einem Traum. Motive aus Literatur und Philosophie werden in die wortlose Sprache des Zirkustheaters und der Akrobatik übersetzt. Sie erzählen die Geschichte einer Reise mit ungewisser Wiederkehr, eine Allegorie auf den ständigen Übergang und Wandel der Dinge, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Traum und Wirklichkeit zusammen fallen.“ Die Vorführung war wirklich traumhaft! Begeisterte Zuschauer zollten wegen der herausragenden akrobatischen Leistung der Künstler reichlich Applaus. Ein beeindruckender Auftakt des Drachenfestes!
Der Samstag verlief entspannt und warm bis heiß. Im Laufe des Tages frischte der Wind leicht auf, so dass der Himmel mit etlichen Flugobjekten behängt werden konnte. Eine entspannte, sommerliche, schwitzende und heiße Stimmung machte sich breit. An Lenkdrachen- oder Mattenfliegen war aufgrund des schwachen Windes kaum zu denken.
Ewigkite.de sorgte wenigstens bei Kindern für Abwechslung: Die Hüpfburg erfreute sich wieder einmal großer Beliebtheit. Der Kirchenbesuch in der Pustekirche hielt sich ebenso in Grenzen wie die Drachenausleihe. Das Wetter macht nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Besucher von ewigkite.de etwas müde und matt.
Für eine Attraktion am Platz von ewigkite.de sorgte der neue Sponsor von ewigkite.de: Die e-skates erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden von vielen Besucher Probe gefahren. Carsten (Grube) und Bert sorgten sich mit guter Laune, Humor und jeder Menge Fachwissen zum Thema e-skates um die Testfahrer.

Bei Windstille übte dann auch ein ewigkiter (am Sonntag dann auch ein zweiter) mit einem e-skate eine neue Attraktion bei Windstille ein: Mit dem e-skate wurde eine kleine Matte (Rush 200 von HQ Invento) an den windstillen Himmel gezogen. Mehrere Runden wurden auf dem menschen- und drachenleeren Flugfeld gezogen.
Am Sonntag wurde diese neu einstudierte BTA-Aktion (BTA ist die Umkehrung von ATB; so heißen die Boards, mit denen man sich von Drachen über Wiesen und Strände ziehen lässt; zieht das Board den Drachen, so muss die Buchstabenreihenfolge geändert werden.....) bei Windstille nochmals dem Publikum (das aufgrund der mangelnden Anzahl jedoch kaum wahrzunehmen war) vorgeführt. Kurzzeitig waren sogar zwei E-Skates mit Drachen am Himmel zu sehen.
Eine kleine Powerkite-Vorführung wurde dann noch durch einen ewigkiter, der rückwärts auf einem Quad saß und einen Drachen lenkte, hinzugefügt.
Erfreulich für ewigkite.de war die Teilnahme von Marianne und Stefan Buß. Endlich waren sie wieder mit ihren Einleiner, nachdem sie 2 Jahre Hausbau-Pause gemacht hatten, dabei. Biene Maja und Willi sorgten für gelbe Tupfer am strahlend blauen Himmel.
Eine „Plus“ war auch die Anwesenheit von Peter Reichelt aus Berlin, der mit seinem professionellen Blick faszinierende Videosequenzen sammelte und sie gleich abends auf einer transportablen Leinwand zeigte.
Nach dem Nachtfliegen und dem Höhenfeuerwerk konnte BesucherInnen noch etliche Sequenzen des vorhergehenden Tages bestaunen.
In Lemwerder waren der Kirchturm und das Kirchenschiff der aufblasbaren Kirche von ewigkite.de zum ersten Mal im Rahmen der Nachtflugshow beleuchtet.
Der Sonntag war dermaßen heiß, dass ich kaum etwas und kaum jemand bewegte. Die Moderatoren des Drachenfestes schlugen sich tapfer durch den Tag und versuchten die wenigen Besucher immer wieder auf die vielen Attraktionen auf dem Gelände aufmerksam zu machen. Die „Schaum-Party“ und der auf dem Gelände entstandene See gehörten dabei ohne Zweifel zu den Rennern.
Fazit: Lemwerder 2012 – heiß, heiß, heiß!

Auch das angrenzende Fluggelände war mal wieder reich bestückt. Drachenflieger aus ganz Deutschland sowie Gäste aus der Schweiz ließen ihre Eigenkreationen an den Himmel schweben und sorgten auch bei Sonne satt mit ihren bis zu 60 Quadratmeter großen Drachen für manches Schattenplätzchen auf dem Strand. Schon von weitem konnten Besucher erkennen, dass am Strand Besonderes stattfindet. Am Samstag war der Himmel bei zunächst nicht idealen, dann bei sich aber doch stabilisierenden Windbedingungen so „vollgehängt“, dass etliche Besucher staunend bekundeten, dass sie so etwas noch nicht gesehen hätten.
Beinahe zu Tränen kam es, als am Freitag vor laufender NDR-Kamera die z.Zt. größte Bowl Europas(oder sogar der Welt?) demoliert wurde: Die Bowl mit einem Durchmesser von 26 Meter zog einen 7,5-Tonner über den Strand und kam erst zum Stillstand, als sich Stoffbahnen in einem Zaun verfingen und die 25 ooo € teure Bowl beschädigten. Viel Reparatur-Arbeit für den Erbauer Olaf Meißner steht nun in den kommenden Herbstwochen an.
Der Sonntag begann mit einem fröhlichen und ökonomisch (wirtschaftlich) optimal vorbereiteten ökumenischen (Vielfalt der christlichen Konfessionen) Gottesdienst auf dem Kirchenschiff der Tourismusseelsorge SPO, mit denen ewigkite.de bzgl. der Kirchenhüpfburg kooperiert.
„Die Kirchenmeile wird ja immer größer!“ Das war nicht nur die Feststellung einer Verantwortlichen vor Ort. Auch andere Besucher nahmen wahr, dass die kirchliche Präsenz im Rahmen des Drachenfestes enorm war. Das Kirchenschiff der Urlauberseelsorge hatte fast das ganze Wochenende seine Flagge gehisst, um damit anzuzeigen, dass an Bord Programm ist. Neben dem Kirchenschiff leuchtete und flatterte die Fahnenkirche im Wind. Viele Besucher stellten sich vor das Schild mit den Erläuterungen, um etwas über die Stoff-Kirche zu erfahren. Die 12 Meter Wohnwagen und Klein-LKW reihten sich an die Fahnenkirche an. Vor dem ewigkite.de-Gefährt waren immer Mitarbeiter zu finden. Dort wurde auch das Material ausgeliehen. Nicht weit von den ersten drei Orten stand das riesige HQ-Spinnenzelt, welches die Präsenz nochmals vergrößerte. Als sich dann am Samstag auch noch die aufblasbare Kirche und die Kirchenhüpfburg in die Kirchenmeile einreihten, war die kirchliche Präsenz beim Drachenfest nun wirklich nicht mehr zu übersehen.
Terminlich haben wir dafür das 28.Internationale Drachenfest zum Anlass genommen. Das größte europäische Einleiner-Drachen-Fest findet jährlich auf dem endlos erscheinenden Strand der Nordseeinsel statt. Unser Ding ist ganz klar Powerkiten. Es ist aber schon beeindruckend, tagsüber tausende von filigran, meist handgearbeiteten Singleline-Kites am Himmel zu sehen. Bunt und farbenfroh präsentiert sich auch in diesem Jahr Mitte Juni wieder die internationale Drachenszene eine Woche lang. Ziemlich abgefahren, welche Figuren die Drachenfans im Laufe der kalten Jahreszeit in ihren Wohnungen und Kellern konstruieren und nähen, um sie dann auf Fanö zu präsentieren: Riesenfische und Kraken, fliegende Bierflaschen und Megabowls und jede Menge Phantasiefiguren. Nicht selten schweben 50 Quadratmeter große Figuren am Himmel.
Einige von uns machen sich nach einem Kaffee am Strand – wie gut, dass wir einen robusten Kaffeevollautomaten dabei haben, der die Schwankungen unseres Generators mitmacht - fürs Wasser fertig. Meistens haben wir auflandigen Wind. Manchmal sideshore. Während der Woche zeigt der Windmesser unterschiedliche Werte an: Zwischen 10 und 25 Knoten ist alles dabei. Nur an einem Tag ist der Wind spürbar ruppig. Vier von uns sind enthusiastische Kitesurfer. Aber Emmanuel schlägt uns alle: Noch bevor wir unsere Kites überhaupt ausgelegt haben, ist er schon auf dem Wasser und feilt an seiner Geschwindigkeit. Sein Training fürs Speedfahren betreibt er leidenschaftlich in etwa 100 Meter Abstand parallel zum Strand. Weiter draußen sind die Wellen langgezogener als in Strandnähe. Emmanuel kommt damit bestens zurecht und macht im Schirm Druck ohne Ende. Hin und wieder unterbricht er seine Speedsessions für eine gekonnte Sprungeinheit. An der aus dem Board ragenden Mittelfinne kann man noch aus der Ferne erkennen, dass Emmanuel mit seinem Flyrace unterwegs ist. Publikum scheint Emmanuel heute nicht nötig zu haben. Er ist einfach nur konzentriert. 
ist ganz aus dem Häuschen, baut seinen Kite auf, schnallt sich sein Board an die Füße und gibt eine Stunde lang Vollgas: Rauf auf den Bunker, runter vom Bunker, hochkant und quer entlang am Bunker, Jumps zwischen Bunker und angrenzender Rampe. Beeindruckend, was man an einem Bunker mit Kite und Landboard so alles machen kann!

Zum ersten Mal veranstaltete die Baptistengemeinde Emden Mitte Juli ein kleines eigenes Drachenfest, zu dem die Mitglieder 


Freitag (18.05.2012)
Sonntag (20.05.2012)
GJW steht für „Gemeindejugendwerk“. Vor 12 Jahren haben Alex Hesse und Carsten Hokema, beide Oldenburg, zum ersten Mal ein Drachenfest für das GJW Nordwestdeutschland organisiert. Mittlerweile haben die Drachenfeste einen festen Platz im Jahresprogramm des GJWs. Im April 2012 fand das Drachenfestival des GJW zum 25.Mal statt. Carsten Hokema war als „Ehrengast“ zur Teilnahme eingeladen worden.
Die bunten Fahnen, das in Kisten und Kästen angeschleppte Material sowie die vielen Drachen am Himmel sorgten dafür, dass viele Touristen nicht nur eine grüne Wiese sehen konnten, sondern dass auch für eine Augenweide gesorgt war.